Sind Sie auf der Suche nach einer Fortbildung in der Sie sich mit dem Situationsansatz auseinandersetzen können? Fragen Sie sich was sich dahinter verbirgt? Möchten Sie sich mit einzelnen Themen nach den Grundsätzen des Situationsansatzes befassen, wie beispielsweise

  • Wie Kinder sich die Welt aneignen und verantwortlich mitgestalten - Bildung und Lernen im Situationsansatz.

  • Gestaltung des alltäglichen Lebens. Wie ermöglichen wir den Kindern  selbstbestimmt zu handeln und  vielseitig zu lernen?

  • Warum brauchen Kinder viel Zeit zum selbstbestimmten Spielen? Wie laufen Lernprozesse ab?

  • Was sind Schlüsselsituationen? Wie finde ich heraus, was bedeutsame Themen für die Kinder sind? Wie kann ich sie mit ihnen erarbeiten und dokumentieren?

  • Welche Möglichkeiten und Voraussetzungen brauchen Kinder um sich an ihrem Alltag beteiligen zu können? Warum ist die Partizipation so wichtig?

  • Ohne Eltern geht es nicht. Welche Möglichkeiten der konstruktiven Zusammenarbeit mit Eltern gibt es?

  • Normen und Werte, Grenzen und Regeln – wozu brauchen wir sie und was kann weg?

  • Was hat  der Situationsansatz mit der Offenen Arbeit zu tun?

Der Situationsansatz geht von der Lebenssituation der Kinder und ihrer Familien aus. Er greift Lernsituationen der Kinder auf und lädt Mädchen und Jungen ein, eigenaktiv und mit allen Sinnen die Welt zu erschließen und mitzugestalten. Die Kinder erwerben dadurch Kompetenzen, um in der Welt in die sie hineinwachsen, bestehen zu können und handlungsfähig zu werden.

Ziel der Fortbildung ist es sich mit den Inhalten des Situationsansatzes verständlich und praxisnah auseinanderzusetzen. 

Referentin: Rosie Schulz-Hornbostel (Expertin für den Situationsansatz)

Dauer: 2 Tage

Termin und Schwerpunkte: nach Absprache

Kosten für zwei Tage: 1.350,- € für bis zu 16 Personen (MwSt. befreit). Preis für größere Gruppe auf Anfrage

Die Gestaltung von Kita-Räumen geht meist stark von Erwachsenen aus. Architekt*innen, Raumausstatter*innen, Möbelhersteller*innen, Pädagog*innen überlegen sich, welche Anforderungen die Räume erfüllen sollen. Die Kinder bekommen meist erst zuletzt ein Mitspracherecht, obwohl sie es sind, die die Räume „beleben“ und „bespielen“.

In der Teamfortbildung soll es darum gehen, die Perspektive der Kinder von Beginn an in die Raumgestaltung und Materialauswahl einzubeziehen. Sie direkt mit ihren Erwartungen, Wünschen und Ideen in die Planung und Gestaltung der Räume zu beteiligen, sodass sie sich auf eine ganz natürliche Weise mit den Räumen ihrer Kita identifizieren.

Räume sind "Erzieher*innen" und "Bewirker*innen". In der Kita brauchen Kinder Spielräume zur freien Gestaltung und für eigenständiges Handeln. Sie sollen ihre Potenziale entfalten und entdecken können. Räume dienen als Herausforderung, zum Erforschen und Erkunden und dürfen als "Werkstätten" von den Kindern für Rollenspiel, kreatives Arbeiten und fürs Füfteln genutzt und verändert werden. Die Räume einer Kita sollen zudem zur Ruhe und Entspannung einladen und Geborgenheit vermitteln. Kinder wie Erwachsene sollen sich in den Räumen wohlfühlen und Rückzug finden. Bei der Raumgestaltung sind Anlässe für Bewegung, soziale Interaktion, Kommunikation, Gespräche und den Austausch generell mitzudenken und zu gestalten.

In der Teamfortbildung werden die folgenden zentralen Qualitätsansprüche der Raumgestaltung in Kita und Krippe reflektiert. Auf Basis der darüber gewonnen Erkenntnisse wird gemeinsam überlegt welche Veränderungen in der Raumgestaltung und Matarialauswahl erstrebenswert sind:

  • Die Gestaltung der Räume ermöglicht den Kindern eigenaktives und kreatives Tätigsein. 
  • Die Gestaltung der Räume und die Auswahl des Materials ermöglicht allen Mädchen und Jungen vielseitige Erfahrungen in verschiedenen Bildungsbereichen. 

  • Die Pädagogog*innen ermöglichen den jüngsten Kindern durch einen flexibl und anregend gestalteten Raum vielseitige Sinneserfahrungen

Ziel ist es, die Kinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen und zu begleiten, sodass aus Orten für Kinder, Orte der Kinder entstehen können.

Methoden:

  • Kinderbefragung (vorab, durchgeführt von den Pädagog:innen in der Kita)

  • Klärung der Wünsche und Erwartungen 

  • Erfahrungsaustausch und Reflexion über Gelungenes aus der Praxis 

  • Fachpraktischer Input zur Gestaltung von Räumen - Kurzvortrag und Einsatz von Fotos

  • Den Spuren der Kinder folgen: Wahrnehmungstraining: Räume aus der Perspektive der Kinder betrachten

  • Ideenwerkstatt- Visionen, entwickeln, Ideen sammeln für ein Haus der Kinder

  • Planung einer realistischen Umsetzung und Vereinbarung „nächster Schritte“

 

Dauer: 1-2 Tage (9.00 bis 16.00Uhr)

Referent: Dipl. Päd. Björn Sturm

Termin: nach Absprache

Kosten: 690,- € (pro Tag bis 16 TN*innen) Bei größeren Gruppen auf Anfrage.

In dieser dreitägigen Teamfortbildung entwickeln die beteiligten pädagogischen Fachkräfte ein Beteiligungsprojekt für ihre Kita nach dem Modell der „Kinderstube der Demokratie“.

Inhalt

Zu Beginn der Fortbildung werden wesentliche Begriffe, gesetzlichen Vorgaben sowie einige Grundlagen zu Bildungsprozessen von Kindern von der Referentin vorgestellt und erläutert.
Daran anschließend erhalten die Teilnehmer*innen Gelegenheit, sich mit ihren persönlichen Einstellungen und ihrer Haltung gegenüber den Kindern auseinanderzusetzen. Wesentliche Werte wie Wertschätzung, Respekt und Offenheit vonseiten der pädagogischen Fachkräfte werden diskutiert und unter Einsatz vielfältiger Methoden und Übungen bearbeitet und reflektiert.
Um den pädagogischen Fachkräften Möglichkeiten aufzuzeigen, wie die gewonnenen fachlichen Erkenntnisse im Alltag umgesetzt werden können, wird mit dem Team ein Beteiligungsprojekt nach dem Modell der Kinderstube der Demokratie (Institut für Partizipation und Bildung, Kiel) erarbeitet. Die einzelnen Schritte bei der Planung eines Beteiligungsprojektes beinhalten:

  1. Themenfindung
  2. Ziele für Beteiligungsprojekt definieren
  3. Projektschritte sammeln und sortieren
  4. Festlegung der Entscheidungsbefugnisse für jeden Projektschritt
    (Kinder oder Fachkräfte bzw. Fachkräfte und Kinder gemeinsam)
  5. Festlegung für jeden Projektschritt
    Was die Kinder brauchen, um sich beteiligen zu können und wie ihnen das vermittelt wird?
  6. Festlegung für jeden Projektschritt
    Welche Gremien und welche Abstimmungsverfah¬ren dafür benötigt werden?
  7. Festlegung der Verantwortlichkeiten und Zeiträume für jeden Projektschritt

Im Laufe der Planung des Beteiligungsprojektes werden Übungen zum Konkretisieren (Was konkret brauchen die Kinder, um den einzelnen Projektschritt gehen zu kön¬nen?), zu Abstimmungsverfahren, zum Stellen von offenen Fragen, zur Moderation von Gesprächen mit Kindern sowie zum Visualisieren vorgestellt.
Mit Abschluss der Teamfortbildung liegt dem Team eine detaillierte, pädagogisch begründete und in ihren einzelnen Teilschritten gut umsetzbare Planung für ein Beteiligungsprojekt in der Kita vor.

Um Fragen zu klären, die sich während der Durchführung des Projekts ergeben und um die Kitateams bei der Umsetzung einer weitergehenden Beteiligung zu unterstützen, ist ein Coaching ratsam, welches jedoch nicht Bestandteil der Teamfortbildung ist.

Referentin: Sisko Fabini

Ort: Ihre Kita

Zeit: 3 Tage (jeweils 9.00 bis 16.00 Uhr)

Preis: 2.250 € (bis 18 Personen), bei größeren Gruppen Preis auf Anfrage

 

Zur Person

Frau Fabini ist Erzieherin und hat langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Kindern unter drei Jahren sowie mit altersgemischten Kindergruppen. Sie ist Fortbildnerin für Kitateams, zertifiziert als Multiplikatorin für das Konzept „Die Kinderstube der Demokratie“ durch die Fachhochschule Kiel und das Institut für Partizipation und Bildung (2016), externe Evaluatorin nach dem ektimo-Verfahren, Spezialistin für die Gestaltung von Bildungsprozessen bei INA.KINDER.GARTEN und Beraterin für Early Excellence-Zentren.

 

Unser Verhaltenskodex in Theorie und Praxis

Ziel 

Die Teilnehmer*innen erhalten einen Überblick über die rechtlichen und pädagogischen Anforderungen an Partizipation. Sie reflektieren ihr Selbst-

verständnis und ihr Handeln als Pädagog*innen und tauschen sich mit Blick in ihre Praxis über den Umgang mit den Kindern in ausgewählten

typischen Alltagssituationen in ihrer Einrichtung aus und entwickeln Ideen für einen gemeinsamen Verhaltenskodex.

Inhalt 

Um die nach dem Bundeskinderschutzgesetz rechtlich verankerten Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren in Kitas erfolgreich zu etablieren,

braucht es eine reflektierte und fehlerfreundliche Auseinandersetzung der Fachkräfte über ihren alltäglichen Umgang mit den Kindern in der Kita.

Hierbei wird die Verhaltensampel als unterstützendes Instrument zur Erarbeitung eines gemeinsamen Verhaltenskodex angewendet.

Im Seminar beschäftigen sich die Teilnehmenden mit folgenden Themen:

  • rechtliche und padagogische Anforderungen an Partizipation von Kindern in Kindertageseinrichtungen (BKiSchG, SGB VIII, BBP)

  • Aufbau und Inhalt der Verhaltensampel

  • Einordnung verschiedener Formen von Partizipation

  • Reflexion des pädagogischen Handelns ausgewählter Themen mit Blick auf Verhalten und Umgang mit den Kindern

  • Schritte zur Etablierung eines Beschwerdemanagements fur Kinder

Methoden 

Reflexion des beruflichen Handelns, Theorie, Austausch, Diskussion, praktische Übungen, Perspektivwechsel, Kleingruppenarbeit

Dozentin: Cordula Sanner, Dozentin für Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, Dipl.-Sozialpädagogin (FH), Erwachsenenpäd. (HUB), Systemische Familientherapeutin (ISS), Auditorin (DGQ), Evaluatorin nach BBP (KiQu)

Kosten: ein Tag bis 16 Personen: 770,-€ / 2 Tage bis 16 Personen: 1.500,-€

Termin: nach Vereinbarung

Wenn das Stichwort "offene Arbeit" fällt, reagieren manche pädagogische Fachkräfte mit Skepsis; sie befürchten Orientierungslosigkeit und fehlende Struktur nach dem Motto: Jede*r macht was er will, niemand hat den Überblick. Doch offene Arbeit ist mehr als ein pädagogisches Konzept. Es ist eine veränderte Sicht zu den Kindern in Hinblick auf mehr Selbstbestimmung und Selbstorganisation bei ihren Lern- und Entwicklungsprozessen. Dafür gilt es Spielräume zu erweitern und Selbstverständlichkeiten der Pädagogik in Frage zu stellen.

Um den Kern der offenen Arbeit frei zu legen, geht es im Rahmen dieses Seminares um Grundfragen und Basisthemen:

  • Historische Wurzeln und Entwicklungsstränge des Konzepts
  • Offen für alle Kinder
  • Das Wohlbefinden des Kindes als innerer Kompass – Differenzierung und Achtsamkeit als Konsequenz
  • Erweiterung der Erfahrungs-, Handlungs- und Entscheidungsspielräume und Entwicklung eines anderen Bildungsverständnis
  • „Kinder sind Akteure ihrer Entwicklung und Erwachsene Selbstgestalter ihrer Pädagogik“(Gerd Regel)
  • Sichtbare und unsichtbare Seiten der offenen Arbeit
  • Offene Arbeit ist ein Entwicklungsprozess der Erwachsenen und ein Teamprozess

Ziel der Teramfortbildung ist es, ungewohnte Blickwinkel zu ermöglichen und Diskussionen über die Bedeutung von Öffnungsprozessen anzustoßen.
Fragen und Interessen der Teilnehmer*innen werden mit einbezogen.

Dauer: 1 bis 2 Tage (9.00 bis 16.00Uhr)

Termin: nach Absprache

Referentin: Bettina Gerlach / Rosie Schulz-Hornbostel

Kosten: 1 Tag 690,-€ / 2 Tage 1.350 ,-€ bis 16 TN*innen (MwSt. befreit). Bei größeren Teams Preis auf Anfrage.